TYPO3Camp Stuttgart

Dem TYPO3Camp Stuttgart eilt ein Ruf voraus - in diesem Jahr bin ich diesem gefolgt.


 

 

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Obwohl meine familiären Wurzeln im Schwabenländle liegen und ich die ersten 20 Jahre meines Lebens dort verbracht habe, ergab sich für mich erst in diesem Jahr eine gute Gelegenheit, dem Camp in Stuttgart einen Besuch abzustatten.

Bereits im Vorfeld erwies es sich als schwierig, überhaupt eine Karte zu ergattern - die Karten im freien Verkauf sind unfassbar schnell vergriffen; ich hatte aber noch Glück und konnte mir ein Ticket sichern.

Das Abendprogramm am Freitag Abend ließ ich ausfallen, um einen Tag im Kreis meiner Familie zu verbringen; das Camp begann für mich also am Samstag morgen!

Der erste Eindruck: Das Schloß Hohenheim ist ein echtes Schmuckstück und eine tolle Location. Nach der Sessionplanung ist klar - das Camp wird seinem guten Ruf gerecht. Die Vorträge sind spannend und durchgehend auf hohem Niveau. Aber auch an die Einsteiger wird gedacht: es gibt einen dreistündigen Workshop zum Thema Extbase-Programmierung für Beginner. Dieser "Vortrag" gewinnt am Ende übrigens auch den TYPO3-Wanderpokal (Herzlichen Glückwunsch!).

Als erstes besuche ich die Session von Morton zum Thema Doctrine/DBAL. Wer Morton noch nicht kennt: er ist "Mr. Datenbank" und wohl die Person, die sich am Besten auskennt, wenn es in die tiefen Abgründe der Datenbankverbindungen des TYPO3 Cores geht. 

Morton berichtet über die Gründe und den Status, den DBAL (Database Abstraction Layer) zu refakturieren. Der neue DBAL wird insbesondere auch andere Datenbankengines als MySQL unterstützen. Einige der neuen Konzepte sind sehr vielversprechend (QueryBuilder); insgesamt eine sehr positive Entwicklung!

Danach habe ich mir die Session von Andreas Wolf "Alice im DataHandler" angesehen; hier hatte ich mir etwas tiefere Insights versprochen (was aber keine Kritik am wirklich guten Talk sein soll - ich gehörte einfach nicht zur Zielgruppe). 

Nach Kaffee & Kuchen und sehr interessanten Gesprächen mit neuen und liebgewonnenen Bekannten stand der Nachmittag unter dem Oberbegriff "Deployment". Zunächst berichtete Armin über eine aktuell von ihm entwickelte Extension, die sehr vielversprechend die Initialzündung eines neuen TYPO3-Projekts standardisieren kann. Zum Abschluss von Tag 1 erzählte Michel Lihs über Continous Delivery. Beide Sessions waren sehr interessant und aufschlussreich; auch weil sich eine interessante Diskussion und Austausch von individuellen Problemen und deren Lösung ergab. 

Auch der Sonntag begann mit dem Thema DEV+Deploy von Helmut, von dem man sich eigentlich immer auch bei bekannten Themen den ein oder anderen Trick abschauen kann. 

Leider musste ich aus organisatorischen Gründen das Camp bereits nach der Mittagspause verlassen.

Sehr gefreut habe ich mich persönlich über die TYPO3-Neulinge, die erstmals ein Camp besucht haben. Ich wurde am Samstag freundlicherweise als einer von insgesamt 15 "TYPO3 Experten" gekürt, die mit dezent leuchtendem orangenen Button als Ansprechpartner für Neulinge fungieren sollten.

In meinem Fall hat das durchaus auch funktioniert; insbesondere am Samstag wurde ich einige Male angesprochen und konnte (hoffentlich) weiterhelfen. Nur in Ausnahmefällen ging es dabei um konkrete TYPO3-Probleme, sondern vielmehr um den Einstieg in die TYPO3-Community.

In diesem Zusammenhang: Liebe Neueinsteiger; habt keine Berührungsängste. Kommt auf ein TYPO3Camp oder eine UserGroup in Eurer Nähe und sprecht die Leute dort einfach an - egal ob sie einen leuchtenden Button tragen oder nicht ;-) Die TYPO3-Community ist wirklich sehr aufgeschlossen und freut sich über alle Interessenten und Neueinsteiger.

Wer einen persönlichen Mentor möchte und sich alleine nicht traut, darf mich aber auch gerne anschreiben oder ansprechen.